Wie es endete...
„Und so geschah es, dass, da die große Mutter Wacken geschändet ward durch raffgierige Bauern und ungläubige Söhne des Proletariats, die Gemeinschaft des heiligen Snuuselstabes zerfiel, um vielleicht eines Tages wiedergeboren zu werden, wenn die Zeit die Wunden geheilt und ein neues Festival hervorgebracht haben würde, welches Schwestern und Brüder wieder zueinander finden ließe."
BEI ALLEN GEKLONTEN GENEN, Zeit für ein Update. Die Beteiligung der Snuuselstabler an unserem gemeinsamen Forum, die schon seit Jahren zu wünschen übrig lässt, hat einen neuen Tiefpunkt erreicht, und ohne unsere ehrenamtlichen Mitglieder, die auf die eine oder andere Art mit uns verbunden sind, hätten die Pforten schon längst geschlossen werden können. „Die Zukunft wird aufgrund mangelhafter Teilnahme abgesagt“ – das kann doch für uns wirklich kein Credo sein, hochverehrte Freunde. Die Zeiten sind hart, viele von uns haben ihre Feierjahre aufgrund von erfolgreich beendeten Studiae hinter sich gelassen und frönen nun dem Berufsleben oder auch der Arbeitslosigkeit, die Distanzen zwischen den einzelnen Standorten unserer fragwürdigen Existenzen sind nicht geschrumpft, und dennoch gibt es Hoffnung für uns, meine Brüder und Schwestern. Ich darf für das Protokoll meinen Wissensstand über den Verbleib von euch für alle kundtun:
Matze „Pater Familias“ B. hat nach beendeter
Metallbauerlehre den zweiten Bildungsweg eingeschlagen und ist derzeit
emsig damit beschäftigt, sein Abi nachzuholen – was vielleicht auch
seine totale (zumindest schriftliche) Abwesenheit im Forum erklärt.
PETER „Sonshitsu“ L. arbeitet in Salzburg nach wie vor verbissen
an seinem zukünftigen Prof. Dr. Dr. Prof. Dr. – ist aber nach wie vor
aktiv im Forum unterwegs, und sowohl seine Besuche in Leipzig als auch
mein Besuch in seiner Wahlheimat haben eindrucksvoll bewiesen, dass er
weder dem Metal noch der orgiastischen Feierei aus dem Wege geht.
JULIAN „Julian“ D. hat Würzburg den Rücken gekehrt und arbeitet
derzeit wieder in der Hafenstadt als...ja, als was eigentlich ?
TOBI „Airy“ E. studiert in Bonzencity Germanistik, Jura und
Politik und lebt auch sonst nicht schlecht, wovon ich mich ebenfalls
vor Kurzem persönlich überzeugen konnte; er erwies uns seinerseits
kürzlich die Ehre und erschien zu unserer großen Freude auf unserer
Magisterparty.
ARNE „Thyramat“ K. lebt sein studentisches Leben in
Vollprollköln unbeirrt weiter ; es war mir eine der größtmöglichen
Freuden, mit ihm kürzlich auf dem Black Troll Festival feiern zu dürfen.
MIRI „Der Welt sozialste Miriam“ S. hat ihr Studium in Mainz
erfolgreich beendet und wird sich nun alsbald ins Referendariat
begeben, worin ihr Bruder, MARIO „Metal-Mario“ S. sich entweder noch
befinden dürfte, oder aber bereits in Lohn und Brot steht- kein Plan.
Sie dürfte auch wissen, wie es um NINA „Nina“ C. steht.
JULIAN „Knochennager“ S. ist ebenfalls in den rang des Magister Artium aufgestiegen, sucht ein Praktikum und gammelt rum.
CONSTANTIN „Coci“ befasst sich mit dem Studium der Chemie und
hat immerhin schon rausgefunden, dass Kacke schwerer ist als Luft.
ANDERL „Flauschiger Hase“ B. biologisiert in Wien, welches ich
aufgrund seiner Gastfreundschaft kürzlich auch kennenlernen durfte, vor
sich hin, kloppt mit Hantelstangen Löcher in den Parkettboden seines
Dojos und hat es bis heute nicht geschafft, sich „Far away from Sanity“
reinzuziehen.
JULIAN „Nhr“ B. erweckt den Anschein, als sei er mittlerweile
entgültig zu den Taiwanesen übergelaufen, wobei Anderl und Tobi für
nähere Auskünfte derzeit die besseren Ansprechpartner sein dürften
BEN „Inconsiderable“ studiert irgendwas irgendwo in NRW und
erhält Morddrohungen von seiner Vermieterin – no surprises there.
WIEBKE„Wiebke“ R. ist ebenfalls noch im
Pädagoginnen-Werdensprozess begriffen und dürfte inzwischen mehr Tinte
als nackte Haut auf ihrem Körper spazierentragen; sie bildet, zusammen
mit Miri, die kompetenteste Ansprechpartnerin für Informationen über
den Verbleib von MATTHIAS„Piesker“ P.
Für den Augenblick soll es genug sein. Ich muss den Kram noch schnell
posten, was essen und dann KÄFERN gehen. Seid gegrüßt und umarmt, oh
meine Droogies, besinnet euch auf unsere gemeinsamen Zeiten und lasst
sie nicht umsonst gewesen sein.
Untertänigst
Casi der Erste, Priapus und Hüter des heiligen Snuuselstabes
